Freitag, 8. November 2013

Hermann Oppermann - Truemmerjunge (Drama, 2011)



1942. Der kleine Hermi, eingebunden in eine typische nationalsozialistische, straffe Familie, erlebt in Braunschweig die ersten Bombenagriffe der Alliierten. Sein Glaube an den Fuehrer steht noch vor Gott. Nach Bombentreffern folgt die erste Evakuierung nach Lyck, Ostpreussen, zum Grossvater muetterlicherseits, einem knorrigen, baeuerlichen Realisten, der behutsam die ersten – noch unbewussten – Zweifel in die Kinderseele pflanzt. Dort bekommt Hermi ein Schwesterchen. Als die Front naeher kommt, erlebt Hermi die zweite Evakuierung; Richtung Helbra in Thueringen. Danach: Luftschlachten, beginnende Geruechte ueber Endkaempfe. Noch ist das Wort “Heldentod” fuer ihn suess verbraemt.
Es folgen der Zusammenbruch und die Flucht zurueck nach Braunschweig in das halbzerstoerte Haus. Der Vater, Wissenschaftler, ist zunaechst verschollen, erscheint dann aber abgemagert und ohne jede gehabte Illusion. Hermi stiehlt Holz, Kohlen; spielt mit seinen halbverwilderten Freunden zwischen zerstoerten Panzer, Geschuetzen und Granaten. Der Hunger, allgegenwaertig, nagt. Als die Wahrheit ueber deutsche Graeueltaten ans Licht kommt, verliert die Familie den inneren Halt und den Glauben. Truemmerjunge Hermi beginnt sein und das Schicksal von Millionen Deutschen zu begreifen und reift im Aufschwung der Wirtschaft zum jungen Mann.
 


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